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Commerzbank Analysen

DAX schaut mit Sorgen auf den Bankensektor

Negative Signale aus dem europäischen Bankensektor hatten sich im Februar zu einem weiteren Bärenfaktor für den DAX entwickelt. Mittelfristig teilen wir jedoch nicht den am Aktienmarkt zwischenzeitlich herrschenden Pessimismus. Wir erwarten, dass sich der Ölpreis im Jahresverlauf nachhaltig stabilisieren wird, die US-Konjunktur wird eine Rezession vermeiden und die chinesische Wirtschaft wird nicht abstürzen. Daher wird sich die Unruhe im Bankensektor im Jahresverlauf wieder legen, sodass der DAX zum Jahresende wieder deutlich höher notieren wird.

Der DAX ist mit einem Schwächeanfall in das Börsenjahr 2016 gestartet, und viele Investoren sehen weiterhin Parallelen zum sehr negativen Pfad des Börsenjahres 2008 (Grafik 1). Doch ein schwacher Jahresauftakt hat in der Vergangenheit nicht automatisch zu einem negativen Gesamtjahr geführt. So konnte der DAX 1995 und 2009 das Jahr mit einer positiven Performance abschliessen, obwohl der Index im ersten Quartal eine negative Rendite hatte.

Grafik 1: DAX zuletzt mit Erholung nach schwachem Auftakt

DAX: Jahre mit einem negativen ersten Quartal, indiziert, 1. Januar = 100

Grafik 1: DAX zuletzt mit Erholung nach schwachem Auftakt
Stand: März 2016; Quelle: Bloomberg, Commerzbank
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Mehr und mehr Investoren diskutieren, welche negativen Auswirkungen die hohen Kurschwankungen der Rohstoffpreise auf den Finanzsektor haben werden. So waren im Februar die Kosten, sich bei europäischen Finanzwerten gegen einen Zahlungsausfall von Bankanleihen abzusichern, deutlich gestiegen (Grafik 2).

Grafik 2: Zuletzt Beruhigung im europäischen Bankensektor

DAX und iTraxx Europe Senior Financials Index (inverse Darstellung)

Grafik 2: Zuletzt Beruhigung im europäischen Bankensektor
Stand: März 2016; Quelle: Bloomberg, Commerzbank
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Neben Sorgen um den italienischen Bankensektor, der weiterhin unter hohen Beständen an notleidenden Krediten leidet, und der enttäuschenden Gewinnsaison im europäischen Bankensektor ist auch die Unsicherheit, welche Bank welches Exposure zum Rohstoffsektor hat, ein wichtiger Treiber dieses negativen Trends. Sorgen um den europäischen Bankensektor haben sich damit zu einem weiteren Risikofaktor für den DAX entwickelt. Trotz der hohen Schwankungen der Rohstoffpreise und der Krisensignale aus dem Bankensektor teilen wir nicht den zwischenzeitlichen Pessimismus der Aktienmärkte. So halten wir eine Rezession in den USA, die sich derzeit durch steigende Hauspreise und einen robusten Arbeitsmarkt auszeichnen, für unwahrscheinlich. China wird dank der Massnahmen des Staates und der Notenbank einen Absturz vermeiden. Und der Ölpreis wird sich mit einer fallenden US-Ölproduktion stabilisieren. Wir würden daher im aktuellen Umfeld weiterhin auf dividendenstarke DAX-Aktien setzen, die derzeit relativ stabile oder sogar steigende Gewinnerwartungen aufweisen (Tabelle 1). Dies sind derzeit vor allem jene Unternehmen, die vom robusten globalen Konsum profitieren und nicht unter der Unsicherheit im Rohstoff- und Bankensektor leiden.

Tabelle 1: Eine Reihe von DAX-Unternehmen weiter mit robusten Gewinnerwartungen

Aktie

Kurs in Euro

Gewinnerwartungen 2016 je Aktie in Euro

aktuell

vor drei Monaten

Veränderung in %

Deutsche Lufthansa

14,4

2,74

2,60

5,6

Volkswagen Vz.

112,3

16,10

15,64

2,9

Siemens

88,7

6,67

6,49

2,7

Münchener Rück

178,7

17,31

16,95

2,1

Deutsche Telekom

15,3

0,88

0,87

1,2

adidas

95,6

4,02

3,98

0,9

Allianz

140,8

14,99

14,92

0,5

ProSiebenSat.1 Media

45,1

2,56

2,56

–0,1

SAP

69,4

4,02

4,03

–0,2

Deutsche Post

23,3

1,91

1,91

–0,2

BMW

80,0

9,57

9,61

–0,4

Henkel Vz.

94,2

5,12

5,15

–0,5

Merck

78,3

5,77

5,82

–0,8

HeidelbergCement

68,8

5,05

5,12

–1,4

Continental

194,5

15,38

15,60

–1,4

Fresenius

60,1

2,90

2,95

–1,7

Beiersdorf

79,8

3,01

3,07

–1,8

Linde

130,5

7,69

7,85

–2,0

Deutsche Börse

74,6

4,59

4,69

–2,1

Fresenius Medical Care

76,0

3,71

3,79

–2,2

Daimler

65,1

8,61

8,82

–2,4

Infineon

11,3

0,72

0,74

–2,5

Vonovia

29,0

1,44

1,49

–3,1

E.ON

8,3

0,72

0,75

–4,8

Bayer

97,6

7,32

7,68

–4,8

RWE

10,8

1,04

1,11

–6,8

BASF

63,7

4,49

5,22

–14,0

ThyssenKrupp

16,6

1,00

1,30

–23,1

Deutsche Bank

17,4

1,46

2,67

–45,2

Stand: 8. März 2016; Quelle: Factset, Commerzbank
Frühere Entwicklungen und Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

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Faktor-Zertifikate (SIX-kotiert)

Symbol

Basiswert

Strategie

Faktor (Hebel)

Laufzeit

Geld-/Briefkurs

Währung

CBLDA

Faktor Triple Long DAXF Index

Long

3

Open End

17,65/18,15

EUR

CBLAL5

Faktor 5x Long Allianz Index

Long

5

Open End

13,35/13,50

EUR

CBLDT5

Faktor 5x Long Deutsche Telekom Index

Long

5

Open End

58,85/59,30

EUR

LHL5CB

Faktor 5x Long Lufthansa 2 Index

Long

5

Open End

18,80/19,05

EUR

CBLMR5

Faktor 5x Long Münchener Rück Index

Long

5

Open End

18,60/18,75

EUR

VWL5CB

Faktor 5x Long Volkswagen 2 Index

Long

5

Open End

16,60/16,85

EUR

CBLAS5

Faktor 5x Long Adidas Index

Long

5

Open End

4,22/4,25

EUR

CBLSA5

Faktor 5x Long SAP Index

Long

5

Open End

4,84/4,87

EUR

Unlimited Turbo-Zertifikate (Swiss DOTS)

Valor

Basiswert

Strategie

Hebel

Laufzeit

Stoppschwelle

Geld-/Briefkurs

Währung

Währungsbesichert

27968155

DAX

Bull

5,310

Open End

8.610 Pkt.

17,348/17,373

CHF

Nein

27728608

Allianz

Bull

3,769

Open End

119,23

3,552/3,562

CHF

Nein

27816199

Deutsche Telekom

Bull

4,197

Open End

13,21

3,43/3,44

CHF

Nein

29810045

Lufthansa

Bull

3,739

Open End

11,61

3,475/3,495

CHF

Nein

27836307

Münchener Rück

Bull

3,920

Open End

149,37

4,246/4,256

CHF

Nein

31738632

Volkswagen

Bull

4,200

Open End

99,50

2,57/2,58

CHF

Nein

31127274

adidas

Bull

3,880

Open End

84,07

2,41/2,42

CHF

Nein

29956565

SAP

Bull

3,860

Open End

59,05

1,69/1,70

CHF

Nein

Stand: 23. März 2016; Quelle: Commerzbank Corporates & Markets

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die massgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.ch zur Verfügung.